Man hat seit früheren Zeiten von berühmten Männern und Frauen einzelne Züge und Äußerungen, kurz Alles, was man mit der allgemeinen Benennung: Anekdoten bezeichnet, gesammelt. Von denkwürdigen Personen interessieren auch Kleinigkeiten, und wie man von verehrten und geliebten etwas Unbedeutendes als ein Heiligtum sorgfältig aufbewahrt: so zeichnete man von den ersteren dergleichen Anekdoten auf, um sie der Vergessenheit zu entziehen.
Friedrich der Große in der Anekdote
Man hat seit früheren Zeiten von berühmten Männern und Frauen einzelne Züge und Äußerungen, kurz Alles, was man mit der allgemeinen Benennung: Anekdoten bezeichnet, gesammelt. Von denkwürdigen Personen interessieren auch Kleinigkeiten, und wie man von verehrten und geliebten etwas Unbedeutendes als ein Heiligtum sorgfältig aufbewahrt: so zeichnete man von den ersteren dergleichen Anekdoten auf, um sie der Vergessenheit zu entziehen.
Das Schloss und Amt Zossen
Das Schloss, jetzige Amtshaus oder wie es zuerst genannt wurde, „das Haus“ Zossen soll nach Leutingers Berichte zu Ende des 13. Jahrhunderts von den von Torgow erbaut worden sein, als diese, nachdem sie ihre Besitzungen im Meissenschen hätten verlassen müssen, mit der Herrschaft Zossen belehnt worden wären. Leutinger, welcher keine genügende Quelle für seine Angabe mitteilt, kann hierunter aber nicht die erste Anlage der Veste Zosse, sondern nur einen späteren zugleich für den Wohnsitz der v. Torgow berechneten Bau verstanden haben.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 28. August 2011 um 19:39 Uhr
Der Schmied zu Jüterbog
Zu Jüterbog lebte einmal ein Schmied, der war ein gar frommer Mann und trug einen schwarz und weißen Rock; zu ihm kam eines Abends noch ganz spät ein Mann, der gar heilig aussah, und bat ihn um eine Herberge; nun war der Schmied immer freundlich und liebreich zu jedermann, nahm daher den Fremden auch gern und willig auf und bewirtete ihn nach Kräften. Andern Morgens, als der Gast von dannen ziehen wollte, dankte er seinem Wirte herzlich und sagte ihm, er solle drei Bitten tun, die wolle er ihm gewähren.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 29. August 2011 um 21:56 Uhr
Der Tempel der Morgenröte zu Jüterbog
In der ältesten Zeit wohnten zu Jüterbog Wenden, die noch keine Christen waren und allerhand Götzen anbeteten, namentlich aber hatten sie, auf einer, wie es scheint, künstlichen Anhöhe in der Vorstadt Neumarkt einen Tempel, in welchem sie die Göttin der Morgenröte anbeteten; er soll zwischen der jetzigen Schmiede und der Kirche gestanden haben, und noch gar nicht lange verschwunden sein, denn der Diakonus Hannemann beschreibt ihn in seiner im Jahre 1607 herausgegebenen Jubelschrift also:
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 29. August 2011 um 21:55 Uhr
Märkische Sagen - Der Name von Jüterbog
Als die Stadt Jüterbog gebaut worden war, wusste man nicht, welchen Namen man ihr geben sollte, und beschloss daher, vors Tor zu gehen und zu warten bis jemand käme; nach dem wolle man dann die Stadt nennen. So geschah es auch, und es währte nicht lange, so kam eine Krügersfrau Jutte mit Namen, die führte einen weißen Bock mit sich; da hat man denn nach ihr und ihrem Begleiter die Stadt Jüterbog genannt, und hat ihr deshalb einen weißen Bock zum Wappen gegeben.
Aus: Märkische Sagen und Märchen nebst einem Anhange von Gebräuchen und Aberglauben von Adalbert Kuhn. 1843
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 29. August 2011 um 21:53 Uhr




